Pressemitteilung

Regionalplan Heilbronn-Franken 2020:
Regionale Wasservorkommen auch für die Zukunft sichern

 
     
 

Januar 2007

Wasser - wir benötigen es täglich. Es ist Grundnahrungsmittel, Energie- und Transportmedium, es ist für die Hygiene unabdingbar und ohne Wasser könnten die meisten Industrieprodukte nicht hergestellt werden. Flüsse und Seen sind Lebensräume für zahlreiche Wasserorganismen und Amphibien. Wasser ist in unseren Breiten überall zu finden und vielfältig in natürliche Prozesse und menschliche Nutzungen integriert.
Voraussetzung für eine vielfältige und dauerhafte Nutzung der Wasserressourcen ist eine auf die gewünschten Qualitäten des Wassers ausgerichtete Wassernutzung, da Verschmutzungen und Übernutzungen teuere Infrastrukturen, lange Transportwege oder Produktionseinschränkungen die Folgen sein können. Deshalb haben die Planer vom Regionalverband dem Wasser auch im neuen, fortgeschriebenen Regionalplan einen hohen Stellenwert zugewiesen.
Der neue Regionalplan berücksichtigt sowohl Oberflächengewässer als auch Grundwasservorkommen und sagt klar, dass diese sowohl wegen ihrer nützlichen Funktionen aber auch als Lebensraum für frei lebende Tiere und Pflanzen nicht nur zu schützen, sondern auch weiterzuentwickeln sind. Denn sie sollen als Teil des Landschaftshaushaltes ihre Aufgaben auch künftig nachhaltig erfüllen können.
Besondere Bedeutung kommt den Grundwasservorkommen als Puffer bzw. Zwischenspeicher im Wasserkreislauf und als Haupttrinkwasserquelle zu. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Zunahme klimatischer Extreme ist künftig noch stärker darauf zu achten, dass nicht mehr Grundwasser verbraucht wird als durch Niederschläge wieder nachkommt. „Wir sollten deshalb darauf schauen, dass überall, wo es möglich ist, Wasser eingespart wird,“ lautet denn auch die Botschaft von Verbandsdirektor Dr. Ekkehard Hein. Den Brauchwasserbedarf vorrangig mit Wasser, das der Regen bringt oder aus Flüssen und Bächen zu decken, sei deshalb wichtig und richtig, um diese lebenswichtige Ressource auch für die Zukunft zu erhalten, wie Hein weiter betont.
Allerdings sei - im Sinne einer nachhaltigen Nutzung - darauf zu achten, dass den Oberflächengewässern nicht mehr Wasser entnommen wird, als die Niederschläge wieder einbringen, um ihnen ihre zahlreichen ökologischen Funktionen nicht zu nehmen. Im neuen Regionalplan werden noch nicht genutzte und noch nicht anderweitig geschützte Trinkwasservorkommen gesondert als Gebiete für den Schutz von Wasservorkommen gesichert. Als wichtig wird es auf dem Weg zum flächendeckenden vorsorgenden Grundwasserschutz außerdem angesehen, zur Zeit nicht mehr genutzte Wasservorkommen nicht aus dem Bewusstsein zu verlieren sondern auch diese in künftige Nutzungsvorstellungen einzubeziehen. Auch die Abwasserentsorgung aus den Siedlungen soll dem Schutz der Qualitäten von Grund- und Oberflächenwasser verpflichtet werden. Als besonders wichtig wird dabei die Minimierung von Defekten und die Minimierung von Fremdwassereinflüssen angesehen.

 
 

 

 
     
 

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