Januar 2007
Wasser - wir benötigen es täglich. Es ist Grundnahrungsmittel,
Energie- und Transportmedium, es ist für die Hygiene unabdingbar
und ohne Wasser könnten die meisten Industrieprodukte nicht
hergestellt werden. Flüsse und Seen sind Lebensräume
für zahlreiche Wasserorganismen und Amphibien. Wasser ist
in unseren Breiten überall zu finden und vielfältig
in natürliche Prozesse und menschliche Nutzungen integriert.
Voraussetzung für eine vielfältige und dauerhafte Nutzung
der Wasserressourcen ist eine auf die gewünschten Qualitäten
des Wassers ausgerichtete Wassernutzung, da Verschmutzungen und Übernutzungen
teuere Infrastrukturen, lange Transportwege oder Produktionseinschränkungen
die Folgen sein können. Deshalb haben die Planer vom Regionalverband
dem Wasser auch im neuen, fortgeschriebenen Regionalplan einen
hohen Stellenwert zugewiesen.
Der neue Regionalplan berücksichtigt sowohl Oberflächengewässer
als auch Grundwasservorkommen und sagt klar, dass diese sowohl
wegen ihrer nützlichen Funktionen aber auch als Lebensraum
für frei lebende Tiere und Pflanzen nicht nur zu schützen,
sondern auch weiterzuentwickeln sind. Denn sie sollen als Teil
des Landschaftshaushaltes ihre Aufgaben auch künftig nachhaltig
erfüllen können.
Besondere Bedeutung kommt den Grundwasservorkommen als Puffer
bzw. Zwischenspeicher im Wasserkreislauf und als Haupttrinkwasserquelle
zu. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Zunahme klimatischer
Extreme ist künftig noch stärker darauf zu achten,
dass nicht mehr Grundwasser verbraucht wird als durch Niederschläge
wieder nachkommt. „Wir sollten deshalb darauf schauen,
dass überall, wo es möglich ist, Wasser eingespart
wird,“ lautet denn auch die Botschaft von Verbandsdirektor
Dr. Ekkehard Hein. Den Brauchwasserbedarf vorrangig mit Wasser,
das der Regen bringt oder aus Flüssen und Bächen zu
decken, sei deshalb wichtig und richtig, um diese lebenswichtige
Ressource auch für die Zukunft zu erhalten, wie Hein weiter
betont.
Allerdings sei - im Sinne einer nachhaltigen Nutzung - darauf
zu achten, dass den Oberflächengewässern nicht mehr
Wasser entnommen wird, als die Niederschläge wieder einbringen,
um ihnen ihre zahlreichen ökologischen Funktionen nicht
zu nehmen. Im neuen Regionalplan werden noch nicht genutzte und
noch nicht anderweitig geschützte Trinkwasservorkommen gesondert
als Gebiete für den Schutz von Wasservorkommen gesichert.
Als wichtig wird es auf dem Weg zum flächendeckenden vorsorgenden
Grundwasserschutz außerdem angesehen, zur Zeit nicht mehr
genutzte Wasservorkommen nicht aus dem Bewusstsein zu verlieren
sondern auch diese in künftige Nutzungsvorstellungen einzubeziehen.
Auch die Abwasserentsorgung aus den Siedlungen soll dem Schutz
der Qualitäten von Grund- und Oberflächenwasser verpflichtet
werden. Als besonders wichtig wird dabei die Minimierung von
Defekten und die Minimierung von Fremdwassereinflüssen angesehen.
|