April 2008
Die guten konjunkturellen Bedingungen der letzten Jahre kommen auf dem Arbeitsmarkt an. Die Arbeitslosenquoten sind stetig gesunken, gleichzeitig hat die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zugenommen. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg verzeichnet bei ihnen zum Stichtag 30.06.2007 einen Anstieg in der Region Heilbronn-Franken, der so hoch war wie seit dem New-Economy-Boom im Jahr 2000 nicht mehr. Gegenüber dem Vorjahr registrierten die Statistiker hier einen Zuwachs von 2,7%. Damit liegt die Region Heilbronn-Franken im Vergleich 2006 zu 2007 nach der Region Donau-Iller mit ihrem Oberzentrum Ulm auf Platz zwei aller Regionen in Baden-Württemberg. Sie hat damit den durchschnittlichen, 1,7 prozentigen Zuwachs im Land deutlich überschritten. Absolut ist die Anzahl der Beschäftigten in der Region Heilbronn-Franken um 8.279 auf den historischen Höchststand von über 315.000 angestiegen.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 1974-2007

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 
Besonders erfreulich: sämtliche Teilräume der Region haben sich positiv entwickelt, wenn auch in ihrer Dynamik etwas unterschiedlich. Nachdem der Stadtkreis Heilbronn im Jahre 2006 den höchsten Zuwachs aller Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg verzeichnete, setzte sich im Folgejahr der Hohenlohekreis mit einem 3,8-prozentigen Zuwachs an die Spitze in Baden-Württemberg. Der Landkreis Schwäbisch Hall liegt mit einem Anstieg von 3,5% im landesweiten Vergleich erneut auf dem 4. Platz. Im Landkreis Heilbronn, der um 2,9% zulegte, waren im letzten Jahr erstmals mehr als 100.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bei den Sozialversicherungen gemeldet. Auch der Main-Tauber-Kreis hat mit einem Plus von 2,1% einen über dem Landesdurchschnitt liegenden Wert erzielt. Mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent war die Entwicklung lediglich in der Stadt Heilbronn etwas verhaltener.
Diese Entwicklung ist nach wie vor stark vom Verarbeitenden Gewerbe beeinflusst. Hier gehen in der Region Heilbronn-Franken 40% aller Beschäftigten ihrer Erwerbstätigkeit nach. Allein das Verarbeitende Gewerbe hat 2007 die Zahl seiner Beschäftigten um über 3% gesteigert. Aber auch der Dienstleistungssektor wächst weiter. In der Zwischenzeit hält er in der Region einen Anteil von 52,7% der Beschäftigten. Insgesamt betrachtet gab es 2007 aber nur geringfügige Verschiebungen zwischen den einzelnen Wirtschaftssektoren.
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