14. Januar 2008
Stabile ökonomische Basis
Zwischen 1992 und 2005 stieg die erbrachte Wirtschaftsleistung in der Region Heilbronn-Franken von 19 Mrd. Euro auf inzwischen 26,6 Mrd. Euro an. Damit werden in der Region in etwa genauso viele Waren produziert und Dienstleistungen erbracht wie im Saarland oder in Slowenien. Vor allem zum Ende des 20.Jahrhunderts entwickelte sich die Region sehr dynamisch und war innerhalb des wirtschaftlich starken Bundeslandes Baden-Württemberg die wachstumsstärkste Region. Nach einer etwas schwächeren Phase zu Beginn dieses Jahrzehnts präsentiert sich die Region wieder dynamisch und robust. „Die positiven und negativen konjunkturellen Ausschläge sind in der Region stärker ausgeprägt als im Land Baden-Württemberg, das liegt an der hiesigen Branchenstruktur der Region Heilbronn-Franken“, sagt der Verbandsdirektor des Regionalverbands Heilbronn-Franken, Dr. Ekkehard Hein. Die vorhandene Brachenstruktur in der Region wird von einem im Vergleich zu Baden-Württemberg höheren Anteil des Verarbeiteten Gewerbes an der wirtschaftlichen Leistung geprägt. Der produzierende Sektor hat selbst in den letzten zehn Jahren bei der Anzahl der Beschäftigten um 14 Prozent zugelegt. Dies war der höchste Zuwachs aller Regionen in Baden-Württemberg. Das Verarbeitete Gewerbe ist in unserer Region höchst erfolgreich: Der Umsatz verdoppelte sich nahezu seit 1996, die Exportquote erreicht 45%.
Aber nicht nur im Verarbeiteten Gewerbe, sondern auch in den anderen Wirtschaftssektoren hat die wirtschaftliche Dynamik die Beschäftigtensituation positiv beeinflusst. Auch bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bilden sich zwar die konjunkturellen Wellen auch in der Region ab, doch insgesamt war in den letzten 20 Jahren auch hier die Zunahme deutlich höher als in Baden-Württemberg. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass in der überwiegenden Mehrzahl der Gemeinden in der Region im Jahr 2006 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten höher war als 1986. Am stärksten waren die Zunahmen in den Gemeinden um Heilbronn herum aber auch in Teilen des Hohenlohekreises und des Landkreises Schwäbisch Hall. Der Ländliche Raum hat in den zurückliegenden Jahren aufgeholt, so Hein. Die wenigen negativen Entwicklungen treten häufig in kleineren Gemeinden auf und sind nach Ansicht von Hein oftmals auf einzelne Betriebe zurückzuführen.
Diese und viele weiterer Ergebnisse sind in der vom Regionalverband Heilbronn-Franken vorgelegten Analyse der Wirtschaftsstruktur ausführlich dargestellt. Sie kann beim Regionalverband Heilbronn-Franken telefonisch (07131-62100) oder auf der Homepage kostenlos bestellt werden. Dort ist auch ein direkter Download des Info-Heftes möglich.
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