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Ziele und Inhalte des Projektes
Ausgangslage |
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Durch die Zuwanderung,
vor allem junger Menschen in den 90er Jahren, und durch im Vergleich
zum Landes- und Bundesdurchschnitt höhere, wenn auch nicht
bestandserhaltende Fertilitätsraten ist die Überalterung
der Bevölkerung in der Region Heilbronn-Franken noch nicht
so ausgeprägt wie andernorts.
Beim Regionalverband wurden durch den Dipl.-Volkswirt
Peter Giehrl Bevölkerungsprognosen erstellt. Diese zeigen
auch bei uns eindeutig die Hauptmerkmaleder demographischen Zeitenwende.
Zukünftig sind |
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mehr Sterbefälle als Geburten |
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weniger Kinder und Jugendliche im Alter
unter 20 Jahren als über 60-Jährige und |
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mehr Erwerbsfähige zwischen 40
und 60 Jahren als zwischen 20 und 40 Jahren |
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zu erwarten.
Ziele
Aufgrund dieser Entwicklungen versuchen wir im Rahmen des Modellprojekts,
nicht nur Anpassungsstrategien zu entwickeln, sondern an den Ursachen
anzusetzen. |
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Die innerhalb des Themenfeldes
"Infrastruktur und demographischer Wandel" gesteckten
Ziele sind: |
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Die Rahmenbedingungen in verschiedensten
Handlungsfeldern allgemein kinderfreundlicher zu gestalten, z.B.
durch die Schaffung von Spielmöglichkeiten im öffentlichen
Raum oder durch spezielle Angebote für Kinder in Gastronomiebetrieben, |
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die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
insbesondere durch verbesserte Kinderbetreuungsmöglichkeiten,
zu erleichtern. |
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Mit dem Ausbau hin zu einer
bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung kann
ein vierfacher Effekt erzielt werden: |
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Kinder
werden besser gefördert, |
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beide
Elternteile können erwerbstätig sein, |
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Unternehmen
können auf gut ausgebildete Fachkräfte |
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zurückgreifen, |
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der
Kinderwunsch kann trotz Erwerbstätigkeit verwirklicht werden. |
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Inhalte |
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Abgestimmt auf die Bedingungen
vor Ort wurden und werden mit jedem Projektpartner eigene Strategien
entwickelt, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. |
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IHK/AIM (Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken
/ Akademie
für Information und Management)
Wiedereinsteigerinnen
Die AIM (Akademie für Information und Management), zu deren
Gesellschaftern die IHK Heilbronn-Franken gehört, bietet unter
anderem Kurse für Wiedereinsteigerinnen, an denen bisher ca.
500 Frauen teilgenommen haben. Das kostenlose Kompaktseminar umfasst
die Module:
Kommunikation und Selbstmanagement,
Änderungen in der Arbeitswelt und
Neuerungen in der EDV.
Ziel sind eine aktuelle Standortbestimmung der eigenen Lebenssituation,
ein Zeitmanagement, das die dauerhafte Aufnahme einer Berufstätigkeit
ermöglicht, die Überprüfung der Erwerbsmotivation
und die Stärkung von Selbstbewusstsein und Kommunikationsfähigkeit.
Aktuell laufen Vorbereitungen für weitere Seminare.
Neben diesem bereits bestehenden Teilprojekt, hat
die AIM zusammen mit der Gemeinde Untergruppenbach die Maßnahme
„Modellkindergärten“ (siehe unter „Untergruppenbach“)
entwickelt und begleitet den Umgestaltungsprozess in den kommunalen
Kindergärten.
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HWK
Teilzeitausbildung
Mit dem Programm Teilzeitausbildung sollen Frauen mit Kindern
in den Berufsprozess integriert werden, die bisher Schwierigkeiten
hatten, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Die Teilzeitausbildung ist als reguläre Ausbildungsmöglichkeit
für Handwerksbetriebe anerkannt worden und ermöglicht,
zwischen zwei Ausbildungsmodellen zu wählen. Es ist möglich,
die regulär dreijährige Ausbildung auf vier Jahre auszudehnen
und gleichzeitig die wöchentliche Arbeitszeit auf 25 Stunden
zu reduzieren. Der Berufsschulbesuch erfolgt in vollem Umfang
und auch die Vermittlung der Ausbildungsinhalte ist gewährleistet.
Die Ausbildungsvergütung wird nach Tarif, prozentual auf
die vier Jahre gestreckt, bezahlt. Alternativ kann die Ausbildungszeit
um 25% reduziert und die reguläre dreijährige Ausbildungsdauer
beibehalten werden.
Interessentinnen werden beraten und darauf verwiesen, dass eine
Verringerung um 25% im Hinblick auf die Ausbildungsinhalte nicht
unerheblich ist und die Organisation der notwendigen Kinderbetreuung
bei einem sechsstündiger Arbeitstag schwierig sein kann und
dass auch bei Wahl der vierjährigen Variante bei guten Leistungen
eine spätere Verkürzung der Ausbildungsdauer auf drei
oder dreieinhalb Jahre möglich ist.
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Bad
Mergentheim
Die Stadt Bad Mergentheim plant das zukünftige Baugebiet
„Auenland“ am südwestlichen Stadtrand kinderfreundlich
zu gestalten.
Wichtige Vorraussetzungen für ein kinderfreundliches Baugebiet
sind durch die gute infrastrukturelle Ausstattung der direkten
Umgebung gegeben.
Das gesamte Baugebiet wird außerdem verkehrsberuhigt. Der
Vorentwurf für den Bebauungsplan sieht einen zentralen Platz
vor, der sowohl als Treffpunkt als auch als Spielbereich dienen
soll. Dieses geht auf Vorschläge von Schülerinnen und
Schülern zurück, die durch den zuständigen Mitarbeiter
aufgefordert worden waren, eigene Ideen für das Neubaugebiet
zu entwickeln.
Als erste Gemeinde hat Bad Mergentheim die Idee aufgenommen, eine
Familienbroschüre zu veröffentlichen, die einen Überblick
über alle Kinderbetreuungsangebote und Schulen der Stadt
gibt und an alle Familien verteilt worden ist.
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Untergruppenbach
Für Untergruppenbach hat der Gemeinderat beschlossen, die
Kindergärten in Zusammenarbeit mit der Akademie für
Information und Management (AIM) zu sogenannten Modellkindergärten
zu entwickeln. Die bestehenden Kindergärten sollen frühkindliche
Bildungseinrichtungen werden, die das einzelne Kind und seine
Entwicklung fördern und ein besonderes Augenmerk auf die
konstruktive Zusammenarbeit mit den Eltern legen.
Die Mitarbeiterinnen nehmen an einer Weiterbildungsmaßnahme,
die von der AIM durchgeführt wird, teil, damit sie den Anforderungen,
die ein so weitreichendes Konzept an sie stellt, gerecht werden
können. Lehrgangsinhalte sind der Bildungsauftrag der Kindertagesstätte,
die Zusammenarbeit mit Elternhaus und Grundschule, der Spracherwerb
im Kindergarten, die Heranführung der Kindern an Naturwissenschaft,
theaterpädagogische Arbeit sowie Teamarbeit und die Erarbeitung
individueller Konzeptionen für die Einrichtungen. Der Umgestaltungsprozess
wird längerfristig durch die AIM begleitet werden.
Der Untergruppenbacher Gemeinderat hat im Mai 2004 beschlossen,
das ungenutzte ehemalige Schulgebäude an einen Investor zu
verkaufen, der in den nächsten Jahren eine Kombination aus
Pflegeheim und Ganztagskindergarten erstellen wird. Das „Miteinander“
soll ein besonderes Qualitätsmerkmal im ersten im Landkreis
geplanten „Haus der Generationen“ sein.
In Untergruppenbach hat sich der Arbeitskreis „familienfreundliche
Gemeinde Untergruppenbach“ gebildet, der vom Regionalverband
unterstützt und begleitet wird. Die Gruppe aus engagierten
Bürgerinnen und Bürgern steht Interessierten jederzeit
offen, eine projektbezogene Mitarbeit ist möglich. Der Arbeitskreis
hat sich zu einer Plattform für Anliegen von Familien mit
Kindern entwickelt aus denen Einzelmaßnahmen entwickelt
und (gegebenenfalls zusammen mit Partnern) durchgeführt werden.
Beispiele für die Aktivitäten sind der Ausbau des Ferienprogramms,
die Bemalung einer Tiefgarage, ein Patenomaservice, ein Aktionstag
zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung.
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Wüstenrot
In Wüstenrot wurde die geplante bedarfsgerechte Kindergartenbedarfsplanung
durch eine Elternbefragung unterstützt. Die Ergebnisse zeigten
Bedarf nach Ausbau und Flexibilisierung von institutionellen Kinderbetreuungsangeboten.
Zum Kindergartenjahr 2005/2006 sind nun 35 aufgrund des Rückgangs
der Kinderzahlen nicht länger benötigte Regelkindergartenplätze
in einem kommunalen Kindergarten in Wüstenrot-Neuhütten
abgebaut und zehn erste Ganztagsplätze eingerichtet worden.
Damit ist es beispielhaft gelungen, in einer Flächengemeinde
im ländlichen Raum Spielräume aus dem Rückgang
der Kinderzahlen für einen Ausbau des Kinderbetreuungsangebots
zu nutzen. Die Umwandlung weiterer Plätze ist mittelfristig
möglich.
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