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Der Regionalverband Heilbronn-Franken hat sich
in jüngster Zeit intensiv mit seiner Zugehörigkeit zur Europäischen
Metropolregion Stuttgart auseinandergesetzt. Dabei zeigte sich
die klare Interessenslage, dass sich die Region zur Europäischen
Metropolregion Stuttgart bekennt und aktiv an deren Weiterentwicklung
mitarbeiten wird.
Auf der Verbandsversammlung des Regionalverbands Heilbronn-Franken
am 8. Dezember 2006 wurde deshalb ein Positionspapier einstimmig
verabschiedet, das einerseits die Potentiale der Region Heilbronn-Franken
benennt und andererseits die Bereitschaft zur Kooperation des
Regionalverbands Heilbronn-Franken innerhalb der Europäischen
Metropolregion Stuttgart zum Ausdruck bringt.
Das Positionspapier ist im folgenden wiedergegeben:
Europäische Metropolregion Stuttgart und Region
Heilbronn Franken
Die Ministerkonferenz für Raumordnung definiert Europäische
Metropolregionen als räumliche und funktionale Standorte,
deren herausragende Funktionen im internationalen Maßstab über
die nationalen Grenzen hinweg ausstrahlen. Als Motoren der gesellschaftlichen,
wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung sollen
sie die Leistungsfähigkeit und Konkurrenzfähigkeit
Deutschlands und Europas erhalten und dazu beitragen, den europäischen
Integrationsprozess zu beschleunigen.
Damit werden zwei Zielrichtungen deutlich:
Dazu kann die Region Heilbronn-Franken und das Oberzentrum Heilbronn in
der Europäischen Metropolregion Stuttgart einen wichtigen
Beitrag leisten:
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Die Region Heilbronn-Franken ist seit Jahren eine wachstumsstarke
Wirtschaftsregion in Baden-Württemberg und der Bundesrepublik
Deutschland. Die Region ist Entscheidungszentrum bedeutender
international agierender Konzerne wie Audi, Bausparkasse Schwäbisch
Hall, Bosch Entwicklungszentrum, Getrag, Kolbenschmidt Pierburg,
Layher, Läpple, Rauch-Möbel, Schunk, Schwarz-Gruppe
(Kaufland, Lidl), Leonard Weiss, Weinig, Würth, Ziehl-Abegg
und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Lampoldshausen
(DLR), von Weltmarkführern wie ebm-papst, Wittenstein
und von herausragenden Unternehmen in der Verpackungsmittelindustrie
wie Bausch + Stroebel, Schubert, Optima-Gruppe usw. Die Region
kann nicht nur auf eine traditionsreiche Industriegeschichte
wie z.B. 100 Jahre Automobilbau zurückblicken, sondern
zeichnet sich auch durch eine lange Innovationskultur, insbesondere
auch bei den breit aufgestellten mittelständischen familiengeführten
Unternehmen aus.
Die demografische Entwicklung wird in der Region Heilbronn-Franken
zudem günstiger als in anderen Regionen verlaufen und
den dynamischen Wirtschaftsstandort in einer globalisierten
Welt sichern.
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Was die Region so erfolgreich macht ist ihre Lernbereitschaft,
Innovationskraft und die Bereitschaft vieler Unternehmer, sich
erfolgreich für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsraumes
einzusetzen. Hier kann sie positive Impulse geben. In einer
Europäischen Metropolregion Stuttgart (EMR) kann die Verzahnung
von Wissenschaft und Wirtschaft enorm gesteigert werden. Die
Hochschule Heilbronn mit Würth Hochschule Künzelsau
ragt mit den Bereichen Technik, Informatik, Weinwirtschaft
und Tourismus hervor. In Heilbronn sitzt seit 2006 die private
staatlich anerkannte Hochschule für Unternehmensführung
hbs, in Schwäbisch Hall ist die private Hochschule für
Gestaltung ansässig. Durch die Verbindung
und Kooperation innerhalb der EMR Stuttgart kann das derzeit
bestehende Defizit an Hochschul- und Forschungseinrichtungen
in der Region Heilbronn-Franken ausgeglichen werden und das
Kompetenzpotenzial der Unternehmen für einen
größeren, leistungsfähigeren Bereich ausgenutzt
werden. Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der EMR
können mit dem international aktiven und erfahrenen Unternehmertum
in der Region Heilbronn-Franken eine fruchtbare Symbiose eingehen
und den Weg von einer guten Idee zur praxisnahen Umsetzung
beschleunigen.
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Die Region Heilbronn-Franken zeichnet sich durch eine exzellente
Lebensqualität in den Bereichen Wohnen, Naherholung, Kultur
und Sport aus und bereichert und ergänzt damit die positive
Weiterentwicklung der EMR Stuttgart. Der Ausbau und die Abstimmung
der öffentlichen und privaten Infrastruktur in einer
EMR macht gerade deshalb Sinn, weil die Verwaltungsgrenzen überwunden
werden können und eine EMR Stuttgart im Bund und in der
Europäischen Union mehr Durchsetzungskraft und Umsetzungspotential
entwickeln kann.
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Die Region Heilbronn-Franken ist hervorragend in das europäische
Fernstraßennetz eingebunden und verfügt mit
dem Autobahnkreuz Weinsberg über einen bedeutsamen Autobahnknoten, über
den mit der A 81 auch eine unmittelbare Verknüpfung mit
dem Kernraum der Europäischen Metropolregion
Stuttgart vorhanden ist. Die internationale West-Ost-Verbindung
im Zuge der A 6 stellt innerhalb der EMR Stuttgart eine wichtige
großräumige Verbindung dar. Die Region Heilbronn-Franken
wird sich weiterhin engagieren, den notwendigen 6-spurigen
Ausbau dieser hochbelasteten Strecke zu beschleunigen.
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Für die Region Heilbronn-Franken ist der Zugang zu den
umliegenden Fernverkehrsknoten Stuttgart, Mannheim und Würzburg
von großer Bedeutung, weil die Region und ihr Oberzentrum
Heilbronn gegenwärtig nicht ausreichend in den Schienenfernverkehr
eingebunden sind. Die Qualität des Zugangs ist derzeit
teilweise hinreichend, aber zukünftig weiter verbesserungsfähig.
Chancen, die sich aus der Integration der Region in die Europäische
Metropolregion Stuttgart ergeben, sind zu ergreifen.
So muß der Region im Schienenverkehr an einer baldigen
Realisierung des Projekts „Stuttgart 21“ in Verbindung
mit dem Neubau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Stuttgart – Ulm
und der direkten Anbindung des Landesflughafens Stuttgart
gelegen sein. Die Region erwartet – neben der stärkeren
Internationalisierung von Schienenfernverkehrsstrecken – vor
allem durch die Einführung von schnellen und umsteigefreien
Schienenverbindungen zwischen der Region Heilbronn-Franken
und dem internationalen Luftverkehrsknotenpunkt einen
deutlichen Qualitätssprung in der Erreichbarkeit. Durch
die Neue Messe, die derzeit in unmittelbarer Nachbarschaft
zum Flughafenstandort Stuttgart entsteht, wird die Attraktivität
weiter gesteigert.
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Im Luftverkehr verfügt die Region zwar über keinen
eigenen Flughafen, liegt aber zwischen den drei internationalen
Verkehrsflughäfen Frankfurt a.M., Stuttgart und Nürnberg.
Innerhalb der EMR Stuttgart sind vor allem die genannten Verbesserungen
der Erreichbarkeit des Landesflughafens Stuttgart anzustreben.
Die Region selber bietet mit zwei modernen Verkehrslandeplätze
in der Region gute Standortvoraussetzungen v.a. für Geschäftsflieger,
die von hier aus jederzeit den europäische Raum erreichen
können.
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Die Binnenschifffahrtstraße Neckar bindet die EMR Stuttgart
in das übrige nationale und internationale Wasserstraßennetz
ein. Die zukunftsfähige Sicherung dieser Verkehrsinfrastruktur
durch die Verlängerung der Neckarschleusen ist gemeinsames
Ziel der EMR Stuttgart. Dem Vorhaben kommt die Funktion eines
Leitprojekts zu.
Mit der Absicht des Oberzentrums Heilbronn, den Hafenstandort
Heilbronn durch Einrichtung eines neuen Containerterminals
zu ergänzen, wird die Region zu einer weiteren Stärkung
und Attraktivitätssteigerung der gemeinsamen Wasserstraßen-Infrastruktur
beitragen.
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Auch der Zugang zu Wissen und zu Märkten innerhalb der
Metropolregion wird sich durch die geplanten verkehrlichen
Infrastrukturmaßnahmen tendenziell verbessern. Dennoch
werden im einzelnen weitere Verbesserungen der inneren Erschließung
notwendig sein. Im Bereich der Telekommunikationsentwicklung
muß die Region zusammen mit der übrigen EMR
Stuttgart darauf achten, daß Innovationen und Markteinführungen
neuer Produkte und Dienstleistungen nicht nur in den Zentren
stattfinden, sondern möglichst auch flächendeckend
in der Region verankert werden.
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